Freitag, 24. März 2017

Aufstehen - Gefängsnisgedichte

Aufstehen

Ich falle hin und bin wieder am Beginn.
Mein Leben ist zurzeit schaurig
und zugleich traurig.
Ich fasse all meinen Mut und bearbeite meine Wut.

Ich schlafe eine Nacht darüber,
vielleicht ist morgen meine Traurigkeit vorüber.
Morgen ist wieder ein neuer Tag,
wo ich aufstehen und nicht hinfallen mag.

Ich richte die Krone auf meinem Kopf
und steige aus dem finsteren Loch wieder hoch.
Nun sehe ich wieder nach vorn,
das ist mein eigener Ansporn.

Ich werde mich nicht unterkriegen lassen,
das würde anderen sogar passen.
Ich werde wie ein Löwe kämpfen
und meine negativen Gefühle dadurch dämpfen.

Ganz aufrecht werde ich weitergehen
und meine neuen Ziele sehen.
Derzeit kann ich mein Leben nicht selbst bestimmen,
jedoch werde ich weiterhin in meine Richtung schwimmen.

Ich weiß, dass diese schwere Zeit mal vergeht
und sich mein Leben wieder richtig dreht.
Doch eines kann mir keiner nehmen,
das sind die Familie und die Freunde,
die mir sehr viel Liebe geben.

Das erleichtert mich,
denn diese Menschen ließen mich nie im Stich.
Für all das bin ich sehr dankbar,
ich nehme das Leben in Würde wahr.

Meine Träume sagen mir, alles wird gut,
sie vertreiben meine ganze Wut.
Ich hoffe, dass die Trauer
und die Schmerzen bald vergehen,
denn erst dann wird das Licht in meinem Herzen wieder angehen.

Nicole Sunitsch