Über mich

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Selbstwahrnehmung

N         Neugierig und Natürlichkeit
   I          Ideenreich und Intensivität
    C         Couragiert und Charisma
      O         Optimistisch und Offenheit
         L         Lebendig und Lebensliebe
           E         Ehrlich und Energie

S         Standhaft und sarkastisch
  U         Unterstützend und ungeduldig
     N         Nüchtern und nervös
        I          Interessiert und impulsiv
          T         Teamfähigkeit und temperamentvoll
             S         Selbstbewusst und stur
               C         Charakterstark und creativ
                 H         Humor und hektisch



Fremdwahrnehmung

Die N. S ist eine große Gestalt
wenn auch nur ihre Stimme durch die Gänge hallt.
Meist ist sie ruhig und leise
aber man kennt sie auch auf ganz andere Weise.
Aus ihrem Mund kommen oft wahre Worte,
sie sind wie eine selbstgemachte Torte.
Manchmal sind sie gut durchdacht,
werden verstanden und nicht ausgelacht.

Manchmal sind sie offen und direkt,
haben eher einen negativen Effekt.
Wenn sie diskutiert, kommt sie in Fahrt
und vertritt ihre Meinung unglaublich hart.
Sie ist wahnsinnig stur,
hält mit allen Mitteln ihre Spur.
Unter den Häftlingen ist sie sehr beliebt,
für ihre Art wird sie verehrt und geliebt.

Das liegt vermutlich auch daran,
dass sie Playstations verteilen kann.
Jeder empfindet es als gute Tat,
wenn er eine solche Kiste bekommen hat.
Es sind zwar nicht sehr viele,
aber man bekommt ein, zwei Spiele.
Darüber muss man sich sehr freuen
aber wenn man kein braver Häftling ist,
wird man es schnell bereuen.

Die Macht der N. S. ist so eine Sache,
ist man nicht brav, so kommt ihre Rache.
Dann nimmt sie die Freudenkiste wieder zurück
und man wird vor Langeweile verrückt.
Aber auch beim Sport hat sie ein gewichtiges Wort!
Wer ständig aus dem Fenster schreit,
verbringt in der Turnhalle keine Zeit.
Sie kümmert sich auch gern
um den kontrollierten Affekt,
hat hier und da auch ein soziales Projekt.
Für sie hat jeder Mensch seinen Wert,
auch wenn das Delikt das Bild verzerrt.

Es ist zwar ihre Pflicht
aber sie bewertet die früheren Taten nicht.
Lieber macht sie sich ihr eigenes Bild –
ist der Häftling nett oder wild?
Für ihre sozialen Projekte gibt es ein Training
gegen die Affekte.
Sie gibt ihnen ein Ziel,
bastelt mit manchen auch viel.

Es entstehen Karten und Uhren,
überall hinterlässt sie ihre Spuren.
Das Kaffeetrinken und Kuchenessen
lässt alle die Zeit vergessen.
Viel Zeit findet sie leider nicht
aber manchmal reicht es für ein Gedicht.
Sie hält das Dichten für eine Gabe
aber ist das eine Antwort oder eine Frage?

Sie schreibt jedenfalls sehr gern,
fühlt sich dem Alltag dann ganz fern.
Dabei widmet sie sich verschiedenen Themen
und versucht ihre ganzen Gedanken zu zähmen.
Politisch möchte sie in kein Eck
aber wir wissen genau,
ihr Herz schlägt am rechten Fleck.

Ihre Gedichte handeln auch von der Haft,
damit vermittelt sie neue Kraft.
Denn die Zeit ist einsam und trist
aber irgendwann endet die Frist.
Familie und Freunde sind oft ein Thema in ihren Zeilen,
denn dort können ihre Gefühle verweilen.
Zusammen wirken ihre Gedichte
wie eine große Lebensgeschichte.

In ihrem Kopf tummeln sich noch viele Sachen
aber zuerst möchte sie ein Büchlein machen.
Bis dahin ist der Weg noch weit
und leider fehlt ihr oft die Zeit.
Dadurch ist sie oft in Eile
aber ein gutes Gedicht braucht eben eine Weile.
In den Zeilen liest man ganz klar,
wie lang das Gedicht in Entwicklung war.

Die Ruhe und die Geduld werden noch kommen,
die N. S ist eigentlich sehr besonnen.
Der Bär wird seine Tatze zeigen
und den Tiger in die Ferne treiben.
Er wird die nötige Ruhe bringen,
um sich auf perfekte Gedichte zu besinnen.
So wird auch das Büchlein gelingen
und der N. S. großen Erfolg bringen.
Der Weg scheint vielleicht noch weit aber
wir wünschen ihr alles Gute für die kommende Zeit.
Sie wird nicht jeden Rat befolgen
aber bestimmt ihre eigenen Ziele verfolgen.
Möge ihr das alles gelingen
und sie jeden Widerstand bezwingen.

Anonym (D. K.)



Freundschaft an einem besonderen Ort

Ohne Freiheit, da wird nicht viel erwartet,
es ist einem egal, wann der Tag startet.
Schlafen, Fernsehen, Spazierengehen,
manche hört man in der Nacht um die Freiheit flehen.
Der Tag ist so gut wie immer gleich,
der Mensch wird nach einer Weile ganz bleich.
Vor dem Fenster ist auch nichts los,
was fängt man an mit dem Tag hier bloß?
Durch den Lautsprecher ertönt ein Befehl,
los, es ist Zeit zum Spazierengehen.

Ein lautes Klicken, gefolgt vom lauten Eisen-Rausch,
dann ab in den sechsten Stock in die frische Luft hinaus.
Nach einer Stunde wieder zurück,
schon schwindet das Gefühl vom Freiheitglück.
Niemand kennt hier einen Namen,
man hört nur Herr Beamte sagen.
Was soll ich hier nur machen,
jeder macht verrückte Sachen.
Ich werde um etwas zum Lesen fragen,
das ist der Rat, den mir einige hier gaben.

Bücherzettel ausgefüllt und abgegeben,
wenn ich nur die Bücher schon hätte,
was wäre das für ein Segen.
Nach einigen Tagen geht die Lücke auf,
jemand ruft mit schwungvoller Stimme „Büchertausch“!
Sie ruft meinen Namen, ich gebe ein kurzes Autogramm
und schon fing ich zum Lesen an.
Kurz mal nachgedacht,
hab ich meinen Kollegen nach ihr gefragt?

Er sagt, sie macht Freizeitgestaltung und vieles mehr,
sie ist anders als die anderen, das freut mich sehr.
Nach einiger Zeit werde ich eingeladen bei AKT mitzumachen,
mir wird erklärt, dort werden gemacht ganz verrückte Sachen.
Der erste Termin, ich bin sehr gespannt,
denn ich hab AKT zuvor noch nicht gekannt.
Bei den Fragen des Bären hab ich erkannt,
AKT ist ja richtig interessant.
Sie erklärt uns vieles, macht auch Scherze,
auch wenn es ab und zu mal schmerzte.

Nach einiger Zeit merke ich, dass ich ihr vertraue,
obwohl ich auf diese Hoffnung nie baue.
Pink oder Rosa, das ist ihre Farbe,
sie hat Schwung keine Frage.
Volleyball oder Tischtennis, sie ist dabei,
sie gewinnt auch gegen Einen oder Drei.
Mit ihr kann man reden, ihr auch vertrauen,
danach kannst du wieder auf Hoffnung bauen.
Es ist nicht selbstverständlich, dass sie das so macht,
so mancher sagt ihr nicht mal gute Nacht.

Durch sie kann man vieles lernen und auch sehen,
Punkt 1: Standpunkt vertreten und nie aufgeben.
Drei Mal war ich an diesem Ort,
sie gab mir immer ein offenes, ehrliches Wort.
Was hast du nun gemacht,
was hat es dir gebracht?
Sie nimmt mich auf in die Bibliothek für einige Cent,
obwohl sie mich noch nicht so gut kennt.
Ich freue mich über die Arbeit sehr,
doch ihr Eigenbild von mir noch viel mehr.

Ist man ehrlich und loyal zu ihr,
so steht sie stets hinter dir.
Lügen das ist etwas, das mag sie nicht,
es gibt nichts, was man nicht bespricht.
Fehler können passieren, keine Frage,
einmal und nicht alle Tage.
Sie hat so viele coole Ideen,
wie HK-Gang oder Ausgang gehen.
Leider musste sie auch schon viele Rückschläge einstecken,
doch sie lässt mit der Kata immer alle vier Tiere erwecken.

Sie hilft, obwohl sie das auch nicht müsste,
was so mancher nicht zu schätzen wusste.
Die Justiz hat ihr vieles zu verdanken,
alleine der Ausstellungskasten bringt die Gefühle zum Schwanken.
Ein Dankeschön wäre mal angebracht,
denn sie hat für viele schon so viel gemacht.
Ich möchte einfach mal „Danke“ sagen,
daß sie mir in dieser Zeit schon so oft geholfen haben.
Auf mich können Sie sich immer verlassen,
ich werde Ihre Freundschaft nicht vermasseln.

Sie sind echt ein Mensch, der sehr selten ist,
denn man auch nicht so schnell vergisst.
Ehrliche Freundschaft das hätten viele gern,
egal ob sie ist nah oder fern.
Ich kann mit Stolz von dieser erzählen,
ich würde dasselbe noch einmal wählen.
Es ist schwer zu glauben, doch wenn man so schaut,
es entstand Freundschaft, aus zwei verschiedenen Welten aufgebaut.
Nichts kann mich dazu bringen, das aufzugeben,
denn mir würden unsere Gespräche fehlen.
Nun sollte ich mal zum Ende kommen,
unsere Freundschaft soll noch lange strahlen wie die Morgensonnen.

Anonym (D. U.)